Björn Morfar

photo artist

Wenn ich einen Ort entdecke, habe ich keinen Plan. Ich tauche ein in die Atmosphäre, lasse mich treiben. 

Hinter jeder Ecke vermute ich ein Geheimnis, ein Schatten lockt mich nach links einen Hinterhof, saugt mich ein.

 So vieles bezaubert mich .

 Ich bewege mich wie ein Einheimischer fort, fern der touristischen Attraktionen und der ausgetretenen Sightseeingpfade. Ich durchstreife Wohngebiete und suche das was den Ort ausmacht. Nicht das bombastische, eher die kleinen liebevollen oder hässlichen Details. Ich versuche den Ort zu begreifen. 

Die Kamera unsichtbar an mir, sie ist mein Auge. Dennoch fotografiere ich irgendwie heimlich, will nichts verändern, nicht auffallen. Die Kamera fasst zusammen was ich sehe und was ich bemerke, halte ich fest um zu bemerken. 
Im Alltag rotieren die Gedanken ohne pause in meinem Kopf. Führt mich die Kamera bin ich ruhig und nur Körper und Auge. Irgendwie fotografiert sie allein. An solchen Tagen treibt mich die Neugier eines alten Kindes, kein Hunger, kein Durst. 

Weiter immer weiter, bis es nicht mehr geht.


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